Kopftuch: Allah hat uns doch schöne Haare gegeben, um sie zu zeigen!

Asalamu aleikum wa rahmatullah liebe Geschwister im Islam und Hallo an alle anderen,

wenn man sich überlegt, was gegen das Kopftuch spricht, dann fällt einem gleich dieses Argument ein: Wieso hat Allah swt uns denn unsere Reize und schönen Haare gegeben, wenn wir sie dann wieder verstecken sollen?
Darauf gibt es eine ganz leichte Antwort wie ich finde. Es ist die gleiche Antwort wie auf die Frage, wieso Allah swt dem Sheytan Aufschub bis zum Tag des Jüngsten Gerichts gegeben hat und es ihm so ermöglichte, die Menschen in Versuchung zu bringen.

Allah swt hat uns Frauen (aber auch den Männern) bestimmte Reize gegeben, damit wir uns gegenseitig angezogen fühlen und nicht abgestoßen werden voneinander. So hat Er uns also unsere Fortpflanzung zu etwas gemacht, woran wir uns in mehreren Hinsichten freuen können. Das heißt aber nicht gleich, dass wir unsere Reize auch zu allem benutzen sollen, zu was sie fähig sind! Wir haben klare Regeln von Allah swt bekommen. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, dass wir sie übertreten. Wäre dies nicht der Fall, könnte Allah swt uns ja auch gar nicht testen.

Es ist das gleiche Beispiel mit dem von einer Axt. Wir sind durch Allah swt an das Wissen gelangt, dass wir Bäume mit Äxten fällen können. Irgendwann haben wir aber rausgefunden, dass man damit auch Menschen töten und Gegenstände zerstören kann. Die Axt hat also keineswegs nur eine gute Seite, sondern durchaus auch eine Schlechte. Heißt das jetzt aber dass nur, weil wir das Wissen haben, es auch für das Schlechte anwenden müssen? Nein, natürlich nicht. Niemand würde auf die Idee kommen zu sagen: Wenn Gott uns doch die Axt "gegeben" hat, wieso dürfen wir sie dann nicht voll und ganz nutzen, auch zu dem Schlechen? Das ist unvernünftig und kein gesunder Mensch würde in Frage stellen, dass Allah swt uns die Axt (unsere Reize) zum Guten zukommen ließ, und nicht zum schlechten Gebrauch.

Das heißt im Endeffekt, dass wir das, was wir von Allah swt bekommen haben, richtig benutzen müssen und nicht zu den falschen und schlechten Dingen missbrauchen.

Wa aleikum salam wa rahmatullah

2 Kommentare 19.3.12 11:47, kommentieren

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Schritt für Schritt zum Islam

Asalamu aleikum wa rahmatullah wa barakatuh liebe Schwester und lieber Bruder.

Was denkst du dir, wenn du eine Schwester auf der Straße siehst, die zwar den Hijab trägt, aber sich trotzdem aufstylt, schminkt und parfümiert? Du denkst dir Wozu trägt sie denn überhaupt den Hijab, der nützt ihr auch nichts bei dem ganzen Make Up und den High Heels.
Ihr behandelt sie so, als ob sie den Hijab aus bösem Willen anzieht, nur um den Islam in den Dreck zu ziehen.
Anstatt dass ihr ihr Respekt gebt dafür dass sie sich dazu entschieden hat, den Hijab zu tragen macht ihr sie dafür fertig! Dass sie Hijab trägt zeigt doch, dass diese Schwester versucht, nach den Geboten Allahs zu leben aber es einfach nicht schafft alles, was vorher für sie zum Alltag gehört hat abzulegen.

Der Islam ist keine Religion der auf einen Schlag kommt. Es ist nicht so, dass man von heute auf morgen auf einmal anfangen kann fünf Mal täglich das Gebet zu verrichten, aufhört Musik zu hören und seine Lieblingsserie nicht mehr guckt. Das kann man alles theoretisch gar nicht machen, praktisch ist das total unmöglich!
Denn der Mensch braucht seine Zeit um darauf klar zu kommen, sich darauf einzustellen. Er braucht seine Zeit und seinen Raum, seine schlechten Angewohnheiten abzulegen.
Es kam einmal ein Mann zu dem Propheten saws und fragte ihn, ob er, wenn er den Islam annimmt, auch erstmal nur 2 Mal täglich beten kann. Und wisst ihr was der Prophet saws ihm antwortete? Er sagte ja, klar. Bete einfach erstmal 2 Mal am Tag.
Immerhin betet er mehr als davor, denn davor hat er gar nicht gebetet!
Denn wenn er erstmal damit anfängt überhaupt zu beten, dann wird er irgendwann von sich selbst aus das Gebet fünf Mal am Tag verrichten wollen!
Und man sollte solchen Menschen dafür beglückwünschen. Und nicht dafür verachten und ihnen vorhalten, dass sie es nicht fünf Mal am Tag tuen.
Denn immerhin ist der gute Vorsatz da! Und der zählt schon eine Menge.
Sogar wenn du dir deinen Wecker zum Fajr Gebet stellst, aber irgendwie verschläfst du trotzdem, dann zählt Allah ta'ala dir das doch nicht als Sünde! Er kennt die Schwächen der Menschen und bestraft sie nicht für das, was sie nun mal sind und wie Er sie auch erschaffen hat!
Derjenige hatte wenigstens den guten Vorsatz, zu beten. Und wenn er diesen Vorsatz immer wieder fässt, er wird dann eines Tages aufstehen und Fajr beten. Und dann am nächsten Tag wieder inshallah und immer öfter.image

Was ich euch eigentlich nur sagen will ist, dass der Islam wie schon gesagt nicht einschlagen muss bei euch wie eine Bombe. Man muss die Religion, wie auch alles andere im Leben Schritt für Schritt angehen. Und immer das Ziel vor Augen behalten und es nicht verlieren.
Wenn man das berücksichtigt, dann ist man schon auf dem besten Weg.
Jeder Mensch hat seine Fehler und Schwächen.
Aber wir sollten uns für das Gute, das wir tun, gegenseitig loben und nicht für unsere Schwächen gegenseitig erniedrigen und bloß stellen. Wenn wir sehen, dass ein Bruder oder eine Schwester zu schwach ist um haram Sachen zu unterlassen dann müssen wir hingehen und ihr oder ihm unter dir Arme greifen und versuchen, demjenigen dabei zu helfen und so gut zu unterstützen wie es nur geht!
Denn was wird sich das Mädchen mit dem Hijab und den High Heels denken, wenn jemand sie so offen kritisiert?
Sie wird sich auf dem falschen Weg fühlen und vielleicht nimmt sie ihren Hijab sogar ab, weil sie sich denkt dass es eh nichts bringt.
Ist es wirklich das, was wir uns für unsere Brüder und Schwestern und für unsere anderen Mitmenschen wünschen? Dass sie immer mehr in die Sünde fallen weil wir so streng mit ihnen sind?

"Keiner von euch ist gläubig, bis er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht." (Anas; Buchari)

Also, passt alle erstmal auf euch selber auf und wenn ihr es schafft, z.B. auf Musik zu verzichten dann verspottet nicht die, die es nicht schaffen sondern macht Du'a für sie und helft ihnen!

Asalamu aleikum

1 Kommentar 18.3.12 18:22, kommentieren

Was mir der Islam gibt

Asalamu aleikum wa rahmatullah liebe Geschwister und hallo,

Letztens hat mich jemand darauf angesprochen, wie der Islam mein Innenleben verändert hat und ich antwortete, dass ich jetzt 5 mal am Tag bete und kein Schweinefleisch mehr esse etc.
Aber das war gar nicht mit der Frage gemeint! Sie wollte wissen, wie ich mich innerlich verändert habe.
Was sich in meiner Denkweise und in meinem Glauben geändert hat.
Darüber möchte ich schreiben.

Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod

Letztens fuhr ich in der Stadt an einer Statue von Jesus am Kreuz vorbei. Darunter stand so etwas wie "Dies soll ein Gedenken der Toten und eine Ermahnung der Lebenden sein."
Allgemein haben die Menschen große Angst vor dem Tod. Niemand will sterben denn jeder fürchtet sich davor, weil niemand weiß, was danach kommen wird.
Als Muslima habe ich diese Angst aber nicht mehr. Ich weiß genau, was nach dem Tod kommen wird.
Das Einzige, was ich nicht weiß ist, wann der Tod kommen wird. Diese Angst führt aber lediglich dazu, dass ich jeden Moment meines Lebens auskoste und versuche, in jedem Moment eine gute Muslima zu sein und Allah (t) zu dienen. Denn wer weiß, vielleicht ist der Tod ja ganz nah. Und wenn ich tot bin werde ich sagen "Hätte ich doch nur einen Tag mehr gehabt, dann hätte ich alles viel besser gemacht."
Aber seitdem ich Muslima bin, freue ich mich jeden Tag aufs Neue, dass Allah (t) mich vom Schlafen zum Leben erweckt und dass ich leben darf.

Mir wird vergeben, egal was ich tue

Jeder Sohn Adams macht Fehler, und die besten aller Fehlermacher sind die Reumütigen." sagte der Prophet (saws).
Allah (t) weiß ganz genau, dass wir keine perfekten Wesen sind, denn Er ist ja auch Derjenige, Der uns erschuf. Er kennt uns viel besser als wir uns.
Allah (t) vergibt uns jede unserer Sünden, auch wenn sie noch so groß ist. Die einzige Bedingung ist, dass wir reumütig sind und uns auch für unsere Sünde schämen. Natürlich müssen wir uns auch vornehmen, uns zu bessern und Allah (t) um Vergebung und Stärke zu bitten.
Alles verzeiht uns Allah (t)! Wenn wir es bloß wollen, es bloß zulassen.
Ar-Rahmani r-Rahim. Der Barmherzige, der Gnädige.

Ich erkenne die Barmherzigkeit Allahs (t)

Wir bekommen so viel in unserem Leben. Angefangen damit, dass wir auf dieser Erde leben dürfen. Diese Welt ist zwar nicht von Dauer und vergänglich, aber ist sie nicht wunderschön?
Die Harmonie der Natur, die Vollkommenheit der Schöpfung.
Das reicht eigentlich schon, damit wir Allah (t) dankbar sind! Und würden wir in noch so großer Armut und Not leben.
Gucken wir unseren Körper an. Alles perfekt!
Dann ist es noch so, dass wir Menschen in Europa fast alle eine Unterkunft zum Schlafen und ein Brot zum Essen haben. Subhanallah! Und die Menschen, die gerade diesen Eintrag lesen, also sogar einen Internetanschluss haben, wie glücklich sind sie zu preisen, denn ihnen wurden so viele Geschenke von Allah (t) gegeben. Jetzt kann man entgegnen "Den Laptop habe ich mir doch selber gekauft, mit meinem eigenen Geld, durch meine eigene Arbeit." Demjenigen kann man fragen "Und wer hat dir die Kraft zu der Arbeit gegeben?".
Letztendlich ist es immer Allah (t), Der uns Wohlstand und Glück gibt.
Und was ist die einzige Forderung von Allah (t)? Dass wir Ihm keine anderen Gottheiten beigesellen und Ihm dankbare Diener sind!
Und Allah (t) sagt auch: "Oh meine Knechte, wenn die ersten unter euch und die letzten unter euch, die Menschen unter euch und die Jinn unter euch frömmeren Herzens wären als irgend einer unter euch, so fügte dies meiner Herrschaft nichts hinzu. Oh meine Knechte, wenn die ersten unter euch und die letzten unter euch, die Menschen unter euch und die Ginn unter euch sündigeren Herzens wären als irgend einer unter euch, so verminderte dies meine Herrschaft um nichts."
"Oh meine Knechte, ihr vermögt mir nicht zu schaden, und so schadet ihr mir nicht, und ihr vermögt mir nicht zu nutzen, und so nutzt ihr mir nicht!"

Wenn wir Allah (t) dienen, findet Er wohl Gefallen daran, aber im Endeffekt ist es nur das Beste für uns! Denn Er liebt ihn und will auch nur das Beste für uns! Ihm zu dienen bereitet uns selbst ein schönes Leben, genauso wie einen schönen Lohn danach.

Die Gnade eines Wegweisers

Das gehört auch zur Barmherzigkeit und zur Gnade Allahs (t). Wieso sandte Er uns denn den Qur'an, wieso sandte Er uns denn den Propheten (saws)? Nicht, damit mehr Menschen von Ihm wissen und Ihn anbeten. Denn wie wir ja schon gesehen haben, vermögen wir Allah (t) weder Nutzen noch Schaden zuzufügen.
Also sandte Er es nur zu unserem eigenen Besten. Er will uns nicht schutzlos und hilflos auf der Erde umherirren lassen, so sandte Er Propheten und offenbarte einigen unter ihnen die Schriften.
Subhanallah!
Noch nie liess Allah (t) uns im Stich. Und Er wird es auch niemals tun! Denn Er liebt uns Menschen, auch wenn wir sündig sind.
Im Qur'an spricht Allah (t) mit uns und spricht jeden Abschnitt des Lebens an. Wenn du Schwierigkeiten hast oder vor einem Problem stehst, lies Qur'an und inshallah wirst du den richtigen Vers finden, der dir Antworten gibt.
Nichts bleibt fragwürdig, Allah (t) sagt uns genau, was für den Lohn zu tun ist und was uns zu Brennstoff für das Höllenfeuer macht.

Zufriedenheit

Insgesamt bin ich ein zufriedenerer, glücklicherer Mensch geworden. Wenn mir etwas passiert, dass mir negativ erscheint, mache ich mir keine Sorgen. Allah (t) wird für mich sorgen, wenn ich nur standhaft bin und Ihn um Hilfe bitte. Dann gibt Er mir einen Ausweg und zeigt mir inshallah etwas viel Schöneres als ich hatte, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte.
Also nehme ich Rückschläge in Kauf, wenn ich Allah (t) diene, denn ich vertraue auf Ihn.

Und auch wenn manche Leute den Eindruck haben, dass es schwierig ist, das Gebet 5 mal täglich einzuhalten kann ich ihnen sagen; Nein! Ist es nicht!
Das Gebet ist wunderschön und ich genieße es 5 mal täglich und an 7 Tagen der Woche.
Das Gebet hilft mir zu innerer Ruhe und es gibt mir Momente, in denen ich ganz allein mit Allah (t) bin und zu Ihm sprechen kann, ich kann Ihm meine Sorgen anvertrauen und Ihn um etwas bitten, viel mehr noch als ich es mit meiner eigenen Mutter tun kann! Denn Allahs (t) Wissen und Macht ist unfassbar.
Das Gebet erinnert mich auch an meine anderen Pflichten, die ich im Alltagsstress leider manchmal vergesse. Ich werde so mindestens 5 mal am Tag an meinen Schöpfer erinnert und kann Ihm meine Dankbarkeit erweisen! Was für eine Gnade von Ihm!

Subhanallah ich bin so dankbar dafür, dass Allah (t) mich rechtgeleitet hat!
Inshallah werden wir alle als gute Muslime leben und sterben und die Nicht-Muslime werden rechtgeleitet. Amin, amin.

Asalamu aleikum wa rahmatullah und tschüss,
shace

1 Kommentar 18.3.12 18:19, kommentieren

Übertritt zum Islam - Mein Weg zur Wahrheit

Asalamu aleikum wa rahmatullah liebe Geschwister im Islam und hallo meine lieben Leser <img src=" src="http://www.blog.de/img/smilies/icon_smile.gif" />

Ich habe mir schon seitdem ich den Islam angenommen habe vorgenommen, etwas über meinen Weg zum Islam und mein jetziges Leben als Muslima zu schreiben.
Fangen ich am besten mal ganz von vorne an inshallah.

Vor einigen Monaten lernte ich einen Bruder kennen, mit dem ich mich viel über Religion unterhielt. Er selbst ist ein gläubiger Muslim mashallah und hat bewirkt, dass ich mich selber informieren und mehr über den Islam erfahren wollte.
Ich fing an, den Qur'an zu lesen und dann brachte er mir noch die Sunna des Propheten sallallahu aleyhi wa salam vorbei und ich fing auch an, sie zu lesen subhanallah. So ging es dann immer weiter und mein Interesse wuchs von Tag zu Tag. Übers Internet schickte er mir dann immer Videos auf YouTube von Predigern wie Pierre Vogel und Abdul Adhim. Manche gingen sogar mehrere Stunden, aber ich hörte sie mir alle an weil mein Interesse so groß war mashallah!
Dann zeigte er mir das Gebet und ich betete als Nicht-Muslima mehr als mancher Muslim subhanallah.
Ich wusste zwar, dass das Gebet eines Kuffar von Allah ta'ala nicht erhört wird, aber irgendwie betete ich trotzdem, weil es mir gut tat.
Der Bruder fragte mich ein paar Mal, ob ich nicht Muslima werden will, es geht ganz einfach. Ich sagte jedes Mal: Nein ich möchte zuerst noch mehr über den Islam wissen und richtig kennenlernen blablabla...
Dann, einen Tag nach dem Geburtstag des Propheten sallallahu aleyhi wa salam besuchten wir die große Moschee in Duisburg. Wir beteten und danach unterhielten wir uns wieder. Da wusste ich, dass der Islam die wahre Religion ist und mein Herz und mein Verstand sagten mir dass ich Muslima werden soll.
Ich sagte zu ihm: Wollen wir die Shahada sprechen? Und dann sagten wir zusammen Echadu en la illaha illallah wa echadu anna muhammadan rasullullah.
Mir fiel ein Stein vom Herzen und das Einzige was ich denken konnte war Allahu akbar! Er hat mich rechtgeleitet alhamdulillah.
Der Bruder fragte mich, wie ich mich fühlte aber ich hatte keine Antwort. Ich war zwar erleichtert, aber ich fühlte mich auch nicht anders. In mir war keine Veränderung!
Wieso?
Weil ich mich davor schon als Muslima gefühlt habe. Ich habe mich verpflichtet gefühlt zu beten und ich hatte Angst, dass ich plötzlich sterben würde als Nicht-Muslima!! Mein Glaube war schon längst da gewesen.

Meine besten Freunde, die auch Muslima sind haben sich total gefreut aber waren auch überrascht. Sie haben mich aber herzlich aufgenommen alhamdulillah.
Auch meine Mutter und mein Bruder haben es gut aufgenommen. Sie haben sich zwar nicht gefreut, aber waren auch nicht enttäuscht.
Dann war ich an einem Tag das erste Mal mit einer Schwester beim Qur'an Unterricht und sie hat der Lehrerin erzählt, dass ich den Islam angenommen habe. Auf Türkisch hat sie mit meiner Freundin geredet und ich habe nichts verstanden. Da die anderen Schwestern aber auch alle Türkinnen waren haben sie verstanden, was sie geredet haben. Zwischendurch hat mir jemand etwas übersetzt. Die Lehrerin hat sich nicht besonders gefreut sondern nur gesagt dass ich eine vorschnelle Entscheidung getroffen hätte und ich viele Schwierigkeiten haben werde und mich erstmal hätte informieren sollen.
Ich habe einfach nur zugehört und nichts gesagt, aber ich habe mich ungerecht bewertet gefühlt.
Ich habe nicht verstanden, was das sollte. Die Lehrerin hat mich weder willkommen geheißen noch hat sie sich gefreut, sie hat mich nur kritisiert. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt, vor allem weil sie auch gläubige Muslima ist!
Wie gesagt war ich traurig darüber, so schlecht aufgenommen zu werden, vor allem weil ich zu dem Zeitpunkt gerade mal einen Tag Muslima war.
Auch nach dem Unterricht kam keine der Schwestern zu mir und hat Salamu Aleikum gesagt...
Dann beim Dhuhr Gebet war neben mir eine alte Frau im Rollstuhl. Als ich zwei Rakat gebetet habe, hat sie mir mein Kopftuch zurechtgezupft. Ich hatte mein Kopftuch ohne Spiegel angezogen, deswegen dachte ich mir dass es verrutscht sein musste.
Ich sah mich zu der Frau um und bedankte mich lächelnd. Sie sah mich nur böse an und wannte ihr Gesicht von mir ab.
Dieser Tag war nicht wirklich bestärkend für mich.
Dann aber erfuhren einige Brüder von meinem Übertritt und sie freuten sich richtig und hießen mich auch willkommen. Das war eine richtige Bestärkung für mich alhamdulillah!

Bevor ich Muslima war, hatte ich relativ viel Kontakt zu Jungs, im Vergleich zu anderen Schwestern.
Der  Bruder, der mir Islam zeigte, sagte mir dass der Prophet sallallahu aleyhi wa salam gesagt hat, dass er lieber hätte, dass seine Hand brennt, als dass er einer Frau, die nicht seine Gattin ist, die Hand gibt.
An einem Tag war ich dann trainieren im Fitness Studio und traf auf einen Bruder, mit dem ich früher viel Kontakt hatte und der mir zur Begrüßung immer die Hand gab. Ich erzählte ihm, dass ich Muslima geworden bin und er glückwünschte mir und gab mir erneut die Hand. Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich es nicht mehr möchte, dass er mir die Hand gibt und er sagte okay kein Problem, Respekt.

Später auf der Trainingsfläche gratulierten mir andere Brüder zum Übertritt. Der Bruder dem ich erklärte, dass ich nicht mehr seine Hand nehmen möchte sagte: Am Besten fasst ihr sie jetzt gar nicht mehr an und redet nicht mehr mit ihr! Und das sagte er nicht nett, sondern in einem beleidigten Tonfall.
Da merkte ich, dass es ihn wohl gekränkt hat, dass ich ihn zurecht wies, aber mir war es egal! Jetzt kommt immerhin kein Junge mehr auf die Idee, mir zur Begrüßung die Hand zu geben.
Danach reagierten die anderen Brüder und Schwestern ähnlich, manche freuten sich und andere beglückwünschten mich nicht mal.

Letztlich erzählte ich meinem Vater, zu dem ich sehr wenig bis gar keinen Kontakt habe, dass ich Muslima geworden bin. Er selbst ist Deutscher und absolut gegen Islam und Ausländer, auch wenn er das immer nur verdeckt sagt, damit ihn niemand als Rassist beleidigen kann.
Ich hatte etwas Angst, ihm davon zu erzählen. Aber ich dachte mir, dass er davon wissen soll als mein Vater!
Seine Reaktion war so, wie ich sie mir vorstellte. Er war nicht wütend oder sauer oder enttäuscht, aber er machte mich lächerlich. Er zog den Islam in den Dreck. Als ich ihm eine deutsche Übersetzung des Qur'an geben wollte, sagte er dass er dieses Buch nicht einmal in die Hand nehmen könne!
Ich war sehr enttäuscht und traurig. Aber Allah ta'ala wollte ihn nunmal nicht rechtleiten.
Dieses Ereignis hat meinen Iman aber auf jeden Fall gestärkt alhamdulillah und ich bin so froh dass Allah ta'ala sich so barmherzig mir gegenüber erwiesen hat.
Trotzdem mache ich Du'a für meinen Vater und meine restliche Familie, dass Allah ta'ala sie rechtleiten wird.
Ich bitte euch auch Du'a für sie zu machen!

Das Gebet habe ich bisher immer eingehalten alhamdulillah, aber ich muss mich erst mal daran gewöhnen, meinen Tag nach den Gebetszeiten zu organisieren! Das schwierigste ist das Fajr Gebet am Wochenende für mich und ich habe es auch schon leider einige Male verpasst :-(
Ich bete in der Schule und mashallah es beten einige Schwestern mit mir mit!

Von einem Ereginis möchte ich euch aber auch noch berichten. Im Sport Unterricht haben wir eine neue Unterrichts-Reihe, nämlich den Standarttanz. Zwei Klassenkameradinnen machen die Reihe mit uns und bisher haben wir schon zwei Stunden getanzt. Die Mädchen tanzen zusammen mit den Jungs und vielleicht wisst ihr ja, wie man sich dabei anfassen muss. Ich erzählte einem Bruder davon und er wies mich darauf hin, dass ich das als Muslima nicht machen kann! "Komme der Unzucht nicht zu nahe!" Und er hat ja auch Recht! Diese Berührungen schaffen Vertrautheit und der Junge denkt dann: Wenn ich sie so anfassen darf, kann ich sie ja auch mal aus Spaß kneifen etc.
Auf jeden Fall habe ich mich dann entschlossen, nicht mehr zu tanzen und habe den beiden Bescheid gesagt. Sie konnten meine Begründung nicht verstehen, früher habe ich doch immer getanzt und kein Problem damit gehabt.
Aber ich wollte es auf keinen Fall mehr! Ich fühlte mich auch sehr unwohl beim Tanzen mit den Jungs. Sie haben es dann aber akzeptiert und ich habe erstmal alleine getanzt. Dann hat mir eine Schwester aus dem Sport Kurs aber gesagt, dass sie sich eigentlich auch unwohl dabei fühlt und nicht mehr mit Jungs tanzen will. Subhanallah! Sie hat dann den beiden Mädchen gesagt, dass sie auch nicht mehr tanzen wird. Die beiden waren genervt und ich glaube auch sauer auf uns. Wir haben dann zusammen getanzt und unsere Tanzpartner hatten niemandem zum Tanzen. Niemand verstand den Grund und fanden uns komisch!
Aber mir war das so egal subhanallah ich habe mich so gut gefühlt und frei!

Ein weiteres Problem für mich sind auch die Essensvorschriften. Meine Mutter findet das helal-Schlachten der Tiere so schrecklich, dass sie sich weigert, helal-Fleisch für mich einzukaufen und zu kochen.
Deswegen unterlag ich leider auch schon einigen Malen der Versuchung, Fleisch zu essen dass nicht auf halal Art geschlachtet wurde.

Inshallah werde ich auch bald Hijab tragen, aber darüber möchte ich in einem anderen Eintrag ausführlicher schreiben.

Alhamdulillah hat Allah mich rechtgeleitet hat und inshallah werden wir alle als gute Muslime leben und sterben und nie vom rechten Weg abkommen! Amin!

Asalamu aleikum

1 Kommentar 18.3.12 18:19, kommentieren

800.000 betende Muslime auf den Straßen Moskaus!
Subhanallah ...

 

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2 Kommentare 18.3.12 18:17, kommentieren

800.000 Muslime beten auf den Straßen Moskaus

800.000 betende Muslime auf den Straßen Moskaus!
Subhanallah ...

 

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1 Kommentar 18.3.12 18:15, kommentieren

Allah - arRahmani arRahim

Gestern hatte ich einen wirklich deprimierenden Tag.
Ich dachte mir schon, dass es schlimmer gar nicht mehr kommen kann.
Dann bin ich rausgegangen und habe gesehen, dass es schneit!
Den ganzen Winter warte ich schon auf Schnee, und auf einmal kam er ganz unerwartet.
Als ich es so schneien sah, musste ich daran denken: Allah schickt uns diese Gabe vom Himmel!
Die Schneeflocken fallen einfach so herunter, ohne dass wir irgendetwas getan haben. Im Gegenteil! Die meisten Menschen auf der Erde sind Sünder (ich möchte mich hier nicht ausschließen).
Wir erregen oft den Zorn Allahs und folgen den Einflüsterungen des Sheytan. Wir verraten unseren Gott!
Aber er gibt und gibt, alles was wir brauchen und noch viel mehr. Als einzige Gegenleistung erwartet er von uns, dass wir ihm danken und ihm gehorsam sind.

Wie ihr an meinen Einträgen ja sehen könnt, beschäftige ich mich in letzter Zeit intensiv mit dem Koran.
Das hat vieles in mir verändert!
Früher habe ich die Frauen mit Kopftuch bemitleidet und dachte mir: Die Armen, die werden von ihren Männern alle geschlagen, dürfen keine Salami Pizza essen und im Sommer nicht ins Schwimmbad.
Heute denke ich mir: Was für eine Gottesfurcht diese Frauen haben! Und ich schaue sie nun mit Respekt in den Augen an.
Ich habe gelernt, dass es nicht der Islam ist, der den Männern sagt: Ihr dürft alles, die Frauen nichts und ihr dürft mit ihnen machen, was ihr wollt. Achja, wenn ihr wollt könnt ihr auch noch ein paar Kafir umbringen, das macht nichts, die kommen eh in die Hölle und ihr dann ins Paradies. (Anmerkung: Was den Frauen verboten ist, ist auch den Männern verboten außer es gibt eine ausdrückliche Ausnahme. Was den Männern verboten ist, ist auch den Frauen verboten außer es gibt eine ausdrückliche Ausnahme. Die Mutter wird im Islam dreimal mehr geehrt als der Vater. Der Mann muss seiner Frau ebenso gehorchen wie die Frau ihrem Mann (solange es eine wahrhaftige Begründung hat natürlich nur).).
Jetzt merke ich: Das ist alles hauptsächlich Propaganda von den Medien! 2001 fing es damit an, als vermeintlich fanatische Islamisten in das World Trade Center flogen.
Seitdem wurde der Islam als Feind der westlichen Welt dargestellt und man bemühte sich, die Ungläubigen unter den vermeintlich gläubigen Muslims zu finden um von ihnen dann auf den Islam zu schließen, obwohl diese selbst gegen den Islam gesündigt haben!
Wieso hat die ganze Welt es eigentlich so auf den Islam abgesehen? Wieso hat es der Sheytan so auf den Islam abgesehen? Wieso zentrieren sich so viele böse Zungen genau auf diese Religion?

Ich versuche in letzter Zeit verstärkt darauf zu achten, nach den Geboten des Islam zu leben.
Ich suche Zuflucht im Gebet und wirklich, es gibt mir Kraft... Wenn ich bete, empfinde ich eine tiefe Liebe und Dankbarkeit und spüre Allah sehr nah bei mir.
Manchmal lache ich deswegen, und manchmal weine ich. Dann sind meine Emotionen einfach nicht mehr unter meiner Kontrolle und ich falle in einen solchen Enthusiasmus, Allah zu dienen und ihm zu gefallen!
In diesen Momenten ist Sheytan ganz ruhig und mir sind die Werte, die unsere heutige Gesellschaft prägen (Sexiness, Macht, Reichtum, Einfluss, Spaß sowas von egal!
Ich versuche geduldiger mit meiner Mutter zu sein und sie mehr zu ehren, versuche dankbar für alles was ich habe zu sein und vor dem Essen "Bismillah" zu sagen, also immer daran zu denken, dass es Allah war, der mir die Gunst dieses Essens geschenkt hat, und lege nicht mehr so viel wert darauf, gut bei den Jungs anzukommen.
Vor allem dieser letzte Punkt hört sich für Nicht-Muslime vielleicht erstmal etwas abwegig an, aber wenn man wirklich davon überzeugt ist, dann ist es ganz einfach. Ich habe keine negative Veränderung an mir festgestellt, eher eine positive!
Und wenn mir auch etwas Schlechtes passiert, so denke ich mir: Was macht es schon, das Leben ist kurz und bald vorbei und Allah prüft mich  nur!

Letztens habe ich gegoogelt: Islam, Witze.
Irgendwie hatte ich es schon im Gefühl, dass es viele feindselige Ergebnisse geben wird.
Und tatsächlich: "Der kürzeste Islam Witz: Islam ist Frieden.".
Das hat mich wirklich sehr schockiert. Wer so einen Witz "erfindet", zeigt, dass er sich wirklich überhaupt nicht mit der Religion auseinander gesetzt hat.
Ich gebe mir mit dieser Auseinandersetzung mein Bestes und ich merke: Islam ist Frieden in seiner Verkörperung. Und der Körper des Islam ist der Koran.
Würden alle Menschen nach den Geboten Allahs leben, würde es keinen Krieg, keinen Hunger und das Böse auf der Erde nicht geben. Es wäre praktisch unmöglich!
Ja natürlich, das ist theoretisch in jeder Religion so. Jede sagt: Frieden, Frieden, Frieden.
Klar dass auch das Christen- und Judentum das sagen.
Und der Islam ist ja sozusagen auf diesen älteren Religionen aufgebaut. Er basiert auf ihnen und weist deshalb auch Paralellen auf.
Aber der Islam ist die vollkommene Religion. Man erkennt, dass die Bücher des Christen- und Judentums so lange von Menschen umgeschrieben, missinterpretiert und falsch übersetzt wurden, dass mittlerweile viele Widersprüche und Lücken entstanden sind.
Anders im Islam: Der Koran wurde vor ca. 1400 Jahren offenbart und seitdem auch nicht mehr umgeschrieben (Natürlich können hier aber falsche Übersetzungen vorliegen.).
Wenn man ihn liest, dann merkt man einfach, dass er nicht von Menschenhand geschrieben sein konnte.
An alles wurde gedacht! Es gibt keine Lücken und dem Menschen wird exakt gezeigt, wie er Allah gefallen kann und wie er seinen Zorn erregt. Die Ver- und Gebote sind (in den allermeisten Fällen) unmissverständlich.
Worauf z.B. großen Wert gelegt wird, ist, dass es dem Menschen gut geht und er gesund ist. Denn wie soll ein kranker Mensch anderen Gutes tun und den Weg Allahs gehen?
Nein, nur gesunde Menschen können das, und das weiß Allah natürlich und deshalb sagt er uns sogar, wie wir uns gesund machen müssen!

Ja, Allah ist der Barmherzige! Er zeigt uns den richtigen Weg zu sich, zum Paradies - diesen Weg gehen müssen wir aber selber. Er schickt uns jeden Tag Zeichen. Wir schließen unsere Augen und verleugnen ihn...

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